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Joomla auf einen neuen Server (und neue Domain) zu migrieren kann, wenn man einige Punkte beachtet, ein halbwegs routinierter Nutzer problemlos selbst durchführen. In wenigen Schritten werden Themplates, Plugins, Einstellungen und auch alle Inhalte vollständig migriert. Diese Punkte sind dabei allerdings genauestens zu beachten, denn wenn etwas schief geht, könnte es passieren, dass die Seite einige Zeit nicht mehr erreichbar ist.

Daher starten wir gleich mit dem wichtigsten Punkt: das Backup!

BACKUP / WORK IN PROGRESS

Wie immer in der digitalen Welt, sobald Änderungen an einem System vorgenommen werden, muss eine Sicherungskopie der wichtigsten Daten angelegt werden. Im Falle von Joomla sind das die Joomla-Dateien und die Datenbank.

Zusätzlich: Wenn die Webseite bereits Online ist, empfiehlt es sich, sofern möglich, während der Migration eine "Work in Progress" - Seite live zu schalten. So wird vermieden, dass neue Beiträge oder Kommentare verfasst werden. Die Kunden sehen nun nur noch, dass gerade an der Seite gearbeitet wird. Über die Joomla-Einstellungen gibt zum Beispiel einige Plugins, die so eine Seite sehr einfach ermöglichen.


Es gibt natürlich verschiedenste Wege zum Ziel, einen davon wollen wir Ihnen hier vorstellen, einen weiteren können Sie hier finden: https://bit.ly/2H9oUaa - In diesem Artikel wird das Plugin Akeeba Backup verwendet.

Der zweite Weg beschreibt echte Handarbeit: Voraussetzung für den Umzug ist ein Webhosting-Paket am neuen Server. Der Migrations-Vorgang dauert ca. 1 Stunde, bis die Seite am neuen Server liegt und online erreichbar ist.

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Der erste Schritt, wie bereits oben erwähnt, ist auch hier ein Backup!

BACKUP

Neben der Datenbank, sichern Sie bitte auch die Joomla-Dateien und legen diese Daten lokal auf Ihrem Rechner ab. Am besten in einem eigens eingerichteten Ordner. Für die Datenbank können Sie bei kleineren Webseiten das bereits integrierte Programm „phpMyAdmin“ nutzen.

 Händisches Backup

Innerhalb von phpMyAdmin wählen Sie dafür zunächst die korrekte Datenbank aus – falls Sie auf dem Server mehrere Webseiten betreiben. Ein Klick auf „Exportieren“ bringt Sie zur Auswahl „Schnell“ oder „Angepasst“. Letztere Option ermöglicht Ihnen, den Export zu beeinflussen. Dies ist allerdings nur zu empfehlen, wenn Sie sich bereits mit MySQL auskennen. Wählen Sie als Format SQL. Die anderen Formate sind nur dann sinnvoll, wenn Sie mit Ihrem Export andere Ziele verfolgen. Bestätigen Sie nun Ihre Einstellungen und speichern Sie die Datei auf Ihrer Festplatte.

Für größere Webseiten kann als Beispiel das Tool „mySQLDumper“, verwendet werden.

Mithilfe eines FTP-Clients wie FileZilla werden im Anschluss alle weiteren Joomla-Dateien lokal gespeichert: Wählen Sie dafür innerhalb Ihrer Ordnerstruktur die korrekte Website aus und kopieren Sie die Daten auf Ihre Festplatte. Nun haben Sie alle Dateien zusammen und können mit Joomla umziehen.


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Am cPanel, Ihr neues Verwaltungsportal am neuen Server, richten Sie nun einen FTP-Zugang und eine neue Datenbank ein. Notieren Sie sich bei der Erstellung des FTP-Zugangs für spätere Schritte den neuen Nutzernamen und Passwort genauso wie die Zugangsdaten der Datenbank (Datenbanknamen, Hostnamen, Datenbank-Benutzernamen sowie das Passwort).


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Änderung der Joomla-Datei „configuration.php“

Die Datei befindet sich im Root-Verzeichnis des erstellten Backups, welches aktuell noch auf Ihrem PC liegt. Ändern Sie die Datenbankeinträge mit Hilfe Ihres bevorzugten Texteditors: „$host", „$user“, „$password“, und „$db“.
Das sind die Daten, die Sie sich zuvor notiert haben.


Die neuen Pfade für die Ordner "log" und "tmp" müssen ebenfalls noch angegeben werden. Um diesen Pfad zu erhalten, fragen Sie einfach unseren Support. Schreiben Sie eine kurze Mail an support@telematica.at.

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Mit einem FTP-Programm wird nun eine Kopie aller Joomla-Dateien und -Ordner, die wir im ersten Schritt gesichert haben, in das Root-Verzeichnis des neuen Servers hochgeladen.


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Nun fehlt nur noch die Datenbank. Um diese wieder zu importieren, ruft man im cPanel das Programm phpMyAdmin auf (oder nutzt für größere Projekte mySQLDumper). Dort können Sie die zuvor exportiere SQL-Datei wieder importieren. Wichtig ist, dass die richtige Datenbank in der linken Seitenleiste von PhpMyAdmin angeklickt wird, ansonsten ist die Datenbank nicht ausgewählt und der Import wird fehlschlagen. Wechseln Sie auf den Reiter "Importieren", wählen Sie die Datenbank auf Ihrer Festplatte aus und starten den Upload.

Wenn Sie beim Exportieren keine speziellen Einstellungen vorgenommen haben, können Sie auch beim Import die Standardeinstellungen beibehalten.


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Die Website sollte nun auf dem neuen Server laufen. Wenn Sie zuvor die Webseite in den "Work in Progress"-Mode geschalten haben, kann dieser im Backend wieder deaktiviert werden.

Umstellung auf neuen Server

Wollen Sie bereits die Nameserver umstellen, so geben Sie uns kurz Bescheid: Schicken Sie eine E-Mail an support@telematica.at, damit wir diese Einstellung für Sie vornehmen können. Der alte Account wird danach von uns deaktiviert. Es ist auch möglich, dass vorerst nur ein Previewlink erstellt wird, damit Sie die neue Seite testen können.


Da bei der Migration immer wieder einige Fehler passieren können, stellen wir hier die drei häufigsten davon vor und präsentieren die passende Problemlösung:

•    .htaccess-Fehler: In der .htaccess-Datei können manuell Verlinkungen oder Weiterleitungen hinterlegt werden. Nach dem Umzug bestehen oft noch einige solcher Verlinkungen, die auf die alte Domain verweisen und so Fehlermeldungen verursachen. Änderungen können Sie schnell und unkompliziert in der .htaccess-Datei vornehmen.

•    Umlaute werden nicht richtig angezeigt: Wenn Umlaute nicht korrekt angezeigt werden, liegt das meist am falschen Charset (Sprachcode). Dieses muss ausgetauscht beziehungsweise angepasst werden (PhpMyAdmin). Oft hilft es schon, mit verschiedenen Möglichkeiten (latin, UTF8 usw.) zu experimentieren, bis die Anzeige stimmt. Das passende Charset für Tabellen kann man außerdem aus einer Joomla-Installation ziehen. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Plugins, deren Entwickler sich des Umlaut-Problems angenommen haben.

•    Mod_Rewrite und Internal Error 500: Kann der neue Server keine .htaccess-Dateien lesen, liegt das daran, dass er über kein mod_rewrite-Modul verfügt. Die Folge ist die Fehlermeldung Internal Error 500 beim Aufrufen der Artikel. Dies kann im Dashboard des CMS unter „Einstellungen/Permalinks“ deaktiviert werden. Bleiben die Fehlermeldungen dann aus, kann der Nutzer mod_rewrite aktivieren und die Seite läuft auch nach dem Joomla-Serverumzug ohne Probleme.


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